22 08 05 299 W - + 10 - 2 Kampfansage - Der letzte Schüler

Im Rahmen des FantasyFilmFests lief hier in Berlin am Samstag der im Titel genannte Film. Klar, dass überzeugte Pazifisten wie ich sowas natürlich anschauen müssen. *g* Ein Kung-Fu-Film aus Deutschland ist ja schließlich auch mal was Neues.

Umso größer war die Enttäuschung. Fangen wir mit dem besten an: Die Kampfszenen sind ordentlich, allerdings auch nicht weltbewegend (was bei dem Budget auch nicht zu erwarten war). An Ong-Bak etwa können Sie aber natürlich nicht ranreichen. Das war's dann aber auch schon mit den positiven Aspekten.

Die Darsteller sind größtenteils sowas von grottig, da fällt selbst mir nichts mehr ein zu. Was natürlich zum Teil auch durch die extrem farblosen und dümmlichen Charaktere, die sie spielen müssen, bedingt wird. Bei einigen Rollen hätte auch Al Pacino nichts gerissen. Getoppt wird das alles nur noch durch die unglaublich schlechten Dialoge, das Drehbuch würde ich gerne mal sehen. Die Story selbst kam mir anfangs noch wie eine Parodie auf Genreklassiker vor, aber mit der Zeit verpuffte auch dieser Effekt und man stellte fest, dass der Film einfach so doof ist. Um das Ganze dann noch ein Stück weiter runter zu reißen, gab es am Ende gewissermaßen ein Häubchen aus schlechtgewordener Sahne: Ein "Fler"-Track im Abspann. Es gibt so viele deutsche Rapper, einige davon durchaus auch mit einem eher harten Rapstil, warum, oh Regisseur, musstest du ausgerechnet den Lutscher und Möchtegern-harten-Kerl aus der Losersippe "AggroBerlin" nehmen? Wären bspw. StieberTwins oder STF nicht besser gewesen? Oder von mir aus auch noch Samy Deluxe? Aber doch nicht so ein armes Würstchen mit Potenzproblemen.

Fazit: Film lohnt nicht, lieber die Ong-Bak Special Edition kaufen und echte Könner sehen.