20 12 05 298 W, 1 I - + 6 - 4 Freiheit für di Canio
Da freuen sich die Medien und die Verbände, allen voran natürlich der
Blatter Seppl. Hat der böse Paolo di Canio doch seine Fans mit dem
"römischen Gruß", dem rechten ausgestreckten Arm begrüßt. Und alles
heult auf und jeder will den anderen in moralischer Empörung
übertreffen. So schreibt der Kicker:
FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hatte in der vergangenen Woche Di
Canio in aller Deutlichkeit ermahnt. Der Schweizer bestätigte die
Anlegung eines Dossiers über den "Wiederholungstäter" und betonte, dass
die FIFA beim Nachweis rassistischen Verhaltens in aller Schärfe gegen
Klub und Spieler vorgehen werde.
Blatter drohte dem Italiener mit dem Ausschluss aus allen Wettbewerben,
sollte er für schuldig befunden werden. "Bis jetzt kenne ich keine
Fakten, sondern weiß nur, was mir berichtet worden ist. Aber in solchen
Fällen müssen wir auch Spieler aus unserer Familie ausschließen",
erklärte der FIFA-Boss.
Da kann ich nur den Kopf schütteln. Und auch über den Kommentar des
DSF-Schönlings und Top-Handygameanpreisers Klaus Gronewald nur, der di
Canio gestern in "Bundesliga Aktuell" als "Kotzbrocken" bezeichnete.
Wenn sich irgendwelche wirren Brasilianer "Jesus loves you" auf den
Bauch tätowieren und widerliche Elbers und Lispelranyis den
Friedenstaubenjubel zum Besten geben, dann darf doch auch di Canio
seine Weltanschauung zur Schau stellen. Und nur weil es grade nicht hip
ist oder nicht in den aktuellen p.c. Kanon passt, wird er dafür
diskriniert. Fakt ist, Jesus und Co. haben mehr Leute auf dem Gewissen
als Mussolini ... . Und was ist mit der ausgestreckten Faust beim
Jubeln, wird die künftig auch als Kommunistengruß bestraft? Und wieso
darf eigentlich der wohl korrupteste Mensch der Welt und dazu noch ein
Schweizer darüber entscheiden, was acceptable ist und was nicht?