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Weblog oder so von Christian Kohl. Teil der Website christiankohl.net.

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+ 14 - 16 | § The good, the bad, and the ugly

Good: SVW!; Muse@Arena;

Bad: My left hip, my right shoulder

Ugly: Uli, Felix, Andi und Mirko

+ 12 - 15 | § Paid in Full

Das muss man einfach mal ganz zitieren: 

Kommentar

Weiter so, Werder!

Von Peter Heß

 
 
06. Dezember 2006 
Werder Bremen hat sich ehrenvoll aus der Champions League verabschiedet. Zwar wurde die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf bei der 0:2-Niederlage vom FC Barcelona zeitweise vorgeführt, aber solche Minuten muß man manchmal wie ein Naturereignis über sich ergehen lassen, ohne in übergroße Selbstzweifel zu stürzen. In seinen genialen Momenten ist Barcelona unschlagbar.

Vielleicht hätten es die Bremer ihren Widersachern etwas schwerer machen können, aber was soll's. Das letzte Gruppenspiel bewies: Was Bremen für die Bundesliga bedeutet, bedeutet Barcelona für Europa: spielerische Extraklasse. Um sie zu kompensieren bedarf es eines glücklichen Spielverlaufs, einer Konzentrationsschwäche oder Verletzungsmisere des Gegners. Das alles trat am Dienstag abend nicht ein, und so nahmen die erwarteten Ereignisse ihren Lauf. „Nicht viele Mannschaften werden gegen Werder erfolgreich sein“, hieß es in Barcelona nach dem Sieg. Trainer Frank Rijkaard machte Bremen dieses Kompliment.

Resultate und Fußballvergnügen

Setzt man den finanziellen Aufwand der beiden Klubs ins Verhältnis, dann kann Werder besonders stolz auf seine Mannschaft sein, dann erscheint ihr spielerischer Ertrag sogar höher als der Barcelonas. Die Katalanen sammeln Weltstars wie Ronaldinho, Deco, Eto'o, Saviola (beide fehlten verletzt), Zambrotta, Marquez, Giuly und andere, Werder stieß bei der Verpflichtung von Miroslav Klose vom 1. FC Kaiserslautern an seine Grenzen.

Was Trainer Schaaf aus der Mannschaft herausholt, welches Händchen Manager Allofs bei den Verpflichtungen hat, davon kann sich die deutsche Konkurrenz eine Scheibe abschneiden. Und als Bonus liefert Bremen seit Jahren nicht nur Resultate, sondern auch noch Fußballvergnügen. Thomas Schaaf hat bei Werder ein Arbeitsklima geschaffen, in dem sich gestandene Fußballprofis noch weiter entwickeln.

Ser Wille zum Lernen ist spürbar

Für Klose, Frings, Naldo, Fritz, Borowski gilt: So gut wie in dieser Saison waren sie noch nie. Mit Diego haben die Bremer einen Spielmacher gefunden, der schon jetzt mit seinen individuellen Fähigkeiten bei Barcelona mithalten könnte. Wenn der Brasilianer den Ball noch einen Tick früher wieder hergibt, kann er zum überragenden Strategen der Bundesliga werden und damit wie Klose zu groß für den deutschen Fußball.

Bei Werder ist der Wille zum Lernen spürbar, der vielen Klubs in der Bundesliga abhanden gekommen ist. Nicht Bayern München ist ihr Maßstab oder die Leistung, die genügt, gerade noch den Einzug in irgendeinen Europapokal zu ergattern. Werder will so gut sein wie die Besten und tut alles dafür. Wer diesen ehrgeizigen Weg eingeschlagen hat, darf zwischendurch ruhig einmal scheitern.

Text: F.A.Z. vom 7. Dezember 2006
Bildmaterial: AFP

+ 15 - 10 | § Werder - der Rest der Liga ist Wüste

So und nicht anders. Einen Hinrundenrückblick wage ich erst nächsten Sonntag abend, aber schon mal zur Champions League.

Niemand hat ernsthaft geglaubt, dass wir 10 Punkte holen, dass Barca am letzten Spieltag gegen uns Zittern muss, dass sie einen Ronaldinho in der Meisterschaft schonen müssen (und prompt nur unentschieden spielen). Eine großartige Serie also. Und trotz der riesigen Budgetunterschiede, trotz der Tatsache, dass Barca 30 Minuten Weltklasse gespielt hat und einfach einige der weltbesten Fußballer im Team hat (Marquez, Iniesta, Deco, Ronaldinho, ...), trotz alldem hätte wir gewinnen können. Und wer war Schuld? Ausnahmsweise unser Trainergott. Im Hinspiel hätte er um die 80. Minute wechseln müssen, als unsere Spieler offensichtlich platt waren und den Spaniern nicht mehr hinterher kamen. Und da einige auch schon Gelb hatten, konnte keiner ein Foul riskieren, als Messi sein Tor schoss. Und auch die Aufstellung im Rückspiel war unglücklich: Womé ist ja inzwischen bekannt für seine Schwächen im Stellungsspiel, das hat auch Barca erkannt und gnadenlos ausgenutzt. Da hätte Schaaf Schulz bringen müssen. Und Almeida war gegen Chelsae die richtige Wahl, gegen Barca wäre ein beweglicher, kombinationssicherer und laufstarker Hunt die bessere Alternative gewesen.

Was soll's, wir gewinnen den UEFA-Cup.

+ 10 - 12 | § Does life seem worthwile to you?

Dies fragte schon vor vielen Jahren Mike Patton und auch heute ist diese Frage immer wieder aktuell.

Zum Beispiel beim HSV: Ich bin ja nun wirklich kein Fan, aber inzwischen habe ich Mitleid mit Dolly. Viel schöner ist dagegen, was in den Zentren des Bösen, in Gelsenkirchen und München, passiert. Der "Osterhase im Geisterhaus" (SZ) hat Sackschmerzen, Mirko Knollennase Ärger mit der Rostbratwurst. Leider haben die Schuldenkönige derzeit noch sportlichen Erfolg, aber das ändert sich hoffentlich auch noch. Ansonsten: Number 1! Mehr schreibe ich einfach gar nicht mehr. :-)

+ 10 - 15 | § It's a wonderful, wonderful life!

Die Sonne scheint mir aus allen Körperöffnungen: Den UEFA-Cup so gut wie sicher und die widerlichen Bayern gedemütigt, was will man mehr? Eine Abwehr, die spätestens nach der Winterpause so gut sein wird, dass man sie uns wahrscheinlich wieder wegkauft. Ein Pärchen namens Diego und Frings, das alles wegrockt. Ein Hunt, der inzwischen Fußball spielt statt sich zu prügeln. Und: Immer noch die mit Abstand beste Offensive der Liga, obwohl K und K gar nicht mehr stattfinden. Wer hätte das gedacht? Klose trifft nicht, Klasnic spielt nicht, Borowski verletzt - und trotzdem Tabellenführer. 

Und ich gebe gerne zu: Die Niederlage von Schlacke in Köln hat mich fast noch fröhlicher gestimmt als unser Sieg gegen Bayern.

+ 12 - 5 | § Hurt again

Es war so ca 22:30 Uhr als der Schmerz einsetzte. Und er hat bis jetzt noch nicht nachgelassen. Und es gibt nur noch einen Song, den ich hören kann, für den Rest meines Lebens.

+ 10 - 7 | § Häh?

Liebe Süddeutsche Zeitung:

In die Innenverteidigung rückte Baumann für den formschwachen Petri Pasanen ein, Torsten Frings durfte wie be der WM die von ihm bevorzugte Position vor der Abwehr ausfüllen, wo er sich fast ständig in Gesellschaft von Ronaldinho befand. Für den Angriff hatte sich Bremens Trainer Thomas Schaaf eine spezielle Variante ausgedacht und Aaron Hunt statt Klasnic zu Kloses Partner bestimmt. (SZ vom 28.9.2006)

Welches Spiel habt ihr denn gesehen? Vielleicht lesen wir das nächste Mal den Text nochmal durch, bevor wir ihn auf die Menschheit loslassen.

+ 11 - 8 | § King Arthur

RESPEKT!

Unglaublich, was Arthur Abraham da geliefert hat. Acht Runden mit doppeltem Kieferbruch weiterboxen und gewinnen. Hut ab! Aber natürlich absolutes Unverständnis für Ringrichter, Ringarzt und Co. Das darf nicht passieren. Wie kann Miranda ständig mit seinen Kopfstößen und Tiefschlägen durchkommen? Und wieso durfte Abraham weitermachen? Anderswo brechen sie den Kampf wegen ein paar Cuts ab, hier verliert der Mann über einen halben Liter Blut und darf weitermachen? Get well soon.

+ 14 - 4 | § Die ärmste Sau ...

... derzeit ist sicherlich der arme Diégo. Wie oft war in den letzten Spielen zu beobachten, dass er den Ball hat, sich gegen mehrere Gegner behauptet, händeringend nach einer Anspielstation sucht, sich seine Mitspieler aber eher verstecken? Insofern soll der Langhaarige mal lieber ruhig sein und vielleicht lieber den Ehemann ankacken, warum der so schlecht spielt. Diégo wird ein ganz Großer und das hoffentlich bei Werder.

+ 9 - 7 | § Hurt

Anders als mit diesem schönen four-letter-word kann man die derzeitige Situation nicht beschreiben. Ein Basketballer, der pissig ist. Ein großer Blonder, der wohl besser Micoud statt Lena geheiratet hätte. Ein Langhaariger, der ab und zu besser erst denken, dann reden sollte. Ein Hamburger, der vielleicht den einen oder anderen Burger weniger essen sollte. Ein Wandervogel, der das Wort Stellungsspiel noch nie gehört hat. Ein Finne, der bei seinem Schädeltrauma wohl auch seine gute Grundausbildung verloren hat. Eine sportliche Leitung, die eine eingespielte IV verschenkt. Ein Ägypter, der ohne Händchenhalten mit Kloppo gegen gute Gegner nicht wirklich überzeugen kann. Ein Däne, der irgendwie den letzten Punch vermissen lässt. Und natürlich ein kroatischer Trainingsweltmeister.

Wir warten gespannt auf Sonntag.

+ 9 - 5 | § Big balls: Champions League

Yo, das saß: Chelsea und Barca. Leichter geht es nicht mehr, dazu noch in's finstere Sofia. Und die Loserteams aus Hamburg und München erwischen wieder die einfachsten Gruppen überhaupt. Naja, ich hoffe mal, dass wir pro Spiel nicht mehr als fünf Tore kriegen.