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+ 0 - 0 | § "Ich war ein dicker, gedemütigter Golfball"

Diese Überschrift stammt aus der SZ und hat überhaupt nichts mit dem sehr, sehr schönen Tomte-Konzert am Montag abend im Postbahnhof zu tun. Oder vielleicht doch: Während Thees' Diashow sehr unterhaltsam war und Tomte selbst ohne Ende gerockt haben, so war doch die Vorband "Shy Nobleman" (o.s.ä.) bestenfalls grauenhaft. Ich habe es bedauert, Nichtraucher zu sein, ich hatte nicht mal ein Feuerzeug zum Werfen ... . Aber wäre eh nicht p.c. gewesen, weil die Jungs aus Israel sind. Furchtbar. Und es könnte sein, dass der Sänger sich manchmal auch wie ein gedemütigter Golfball fühlt und sich an der Welt rächen will, anders kann ich mir diese furchtbare Mischung aus Weezer und Queen für Arme nicht erklären.

+ 0 - 0 | § It's a wonderful, wonderful life!

Die Sonne scheint mir aus allen Körperöffnungen: Den UEFA-Cup so gut wie sicher und die widerlichen Bayern gedemütigt, was will man mehr? Eine Abwehr, die spätestens nach der Winterpause so gut sein wird, dass man sie uns wahrscheinlich wieder wegkauft. Ein Pärchen namens Diego und Frings, das alles wegrockt. Ein Hunt, der inzwischen Fußball spielt statt sich zu prügeln. Und: Immer noch die mit Abstand beste Offensive der Liga, obwohl K und K gar nicht mehr stattfinden. Wer hätte das gedacht? Klose trifft nicht, Klasnic spielt nicht, Borowski verletzt - und trotzdem Tabellenführer. 

Und ich gebe gerne zu: Die Niederlage von Schlacke in Köln hat mich fast noch fröhlicher gestimmt als unser Sieg gegen Bayern.

+ 0 - 0 | § Den Schuss nicht gehört

... hat Edda Moser. Jetzt fragen sich sicher viele: Who thefuck is Edda Moser? Dank der FAZ weiß ich es: irgendeine Operntrulla, die sich für wichtig hält. Sie hält sich sogar für so wichtig, dass sie Interviews gibt, in denen sie in wenigen Sätzen unglaublich viel Müll von sich gibt. Sound like a candidate for Merkels Kabinett to me. Anyway, sie hat sich die Rettung der doitschen Sprache auf die Fahnen geschrieben: "Unsere Sprache verendet wie ein krankes Tier" lautet die Headline. Warum auch nicht, schließlich ist die doitsche Sprache ja auch widerlich und unbeholfen und das Land selbst ist seit längerem nur noch ein verrottender Kadaver (vgl. Gesundheitsreform). Aber ein Highlight will ich nicht vorenthalten:

FAZ: Aber es ist doch gerade das Wesen von Sprache, daß sie nicht sakrosankt ist, daß sie lebt und sich verändert.

Edda: Sprache darf sich aber nicht in die falsche Richtung entwickeln.

Oh, wie ist das schön! Genau, die Richtung muss stimmen. Es sind genau so Leute wie die Moser-Edda, die das Problem sind. Mädel, ab nach Neukölln, da lernst du richtig deutsch. Und ich schicke dir morgen eine K.I.Z.-CD als Präsent zu. Stop whingeing if you can't get laid. 

+ 0 - 0 | § Deutschland muss sterben, damit wir leben können!

Rauchverbot - alle kriegen es gebacken, nur diese armen deutschen Würstchen nicht. Traurig und armselig, irgendwie aber auch typisch. Ich zitiere mal die SZ von heute:

Die drastische Regelung in Italien hat offenbar zu einem Rückgang von Gefäßerkrankungen geführt. Inzwischen befürworten sogar 90 Prozent der Bevölkerung das Verbot. (...)

 

 
Rauchverbot in Neuseeland immer beliebter
Italien hatte im Januar 2005 in Restaurants, Büros sowie in öffentlichen Räumen das Rauchen verboten. Dazu zählten auch Cafébars. Geraucht werden darf nur noch in separaten Räumen mit eigener Lüftung. Das Rauchverbot wird in den allermeisten Fällen strikt eingehalten.


Das Rauchverbot in neuseeländischen Kneipen, Bars und Nachtclubs erfreut sich unterdessen wachsender Beliebtheit. 80 Prozent der Bevölkerung begrüßen die unverqualmte Luft beim Ausgehen inzwischen, geht aus einer Umfrage hervor, die das Gesundheitsministerium in Wellington veröffentlichte.

 
 
 
 
 

Als das Verbot vor zwei Jahren durchgesetzt wurde, waren nur 61 Prozent der Bevölkerung dafür, vor einem Jahr 74. Das Rauchverbot in Restaurants ist praktisch unumstritten: fast 90 Prozent der Bevölkerung finden das gut, inklusive Dreiviertel der Raucher.

Selbst die Raucher können offensichtlich gut damit leben: Obwohl noch jeder vierte Neuseeländer regelmäßig zur Zigarette greift, unterstützen inzwischen 64 Prozent das Verbot auch für Kneipen. Vor zwei Jahren waren es nur 29 Prozent.