+ 1 - 0 | § ¶Dreams are my reality
Ahhh, nichts für meine Nervern, der gestrige Tag. Und es zeigte sich
wieder mal, dass ich ein schlechter Mensch bin. Zwar war ich schon
verärgert bis niedergeschlagen ob der Wolfsburger Führung, aber die
Frankfurter Tore haben alles aufgewogen. Die Schadenfroide über die
Schalker Niederlage war größer als die Enttäuschung über das
vermeintliche Ausscheiden der Bremer. Und am Ende ward ja dann alles
noch gut. Gar nicht gut dagegen mal wieder die Sportschau, die einfach
inzwischen keine Daseinsberechtigung mehr hat. Was war der Kommentar
vom Bremen-Spiel so sinnlos:
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+ 1 - 0 | § ¶Fit for Fun XIV
Was man sieht, wenn man über den Tellerrand blickt, sagt uns Herr
Sammer im kicker-Interview (Eine Meta-Frage hier an Udo L.: Ist
"Analyse" a) nur was für schwule Intelektuelle oder b) so eine
Maschine, wo die das Blut reinigen tun tun? Sende eine SMS an 123456789
und gewinne kein Geld.):
kicker: Die Nationalspieler sollen sich bis zur WM um 30 Prozent verbessern. Ist das möglich?
Sammer: Allgemein
fällt mir — auch zuletzt bei meinen Teams — auf, dass die große Stärke
nicht mehr da ist, ein deutlich höheres Tempo als der Gegner zu gehen.
Wenn das jetzige Leistungsvermögen die Obergrenze darstellt, wäre es
nicht gut bestellt um unseren Fußball.
kicker: Wieso kam es so?
Sammer: Genau
das will ich erfahren: Warum spielen wir, neben den fußballerischen
Defiziten, zu wenig Powerfußball? Wie machen andere Länder den
körperlichen Aufbau? Diese Analyse dauert noch, deshalb habe ich
Leverkusen abgesagt.
kicker: Was wollen Sie erfahren?
Sammer: Ein
Beispiel: Warum macht Arsenal im Training nicht einen einzigen langen
Lauf? Grundlagenausdauer ist also fußballspezifischer zu trainieren.
Wieso hinken wir da hinterher? Wie ist es möglich, dass der FC Chelsea
gegen gut traineirte Bayern nach 60 Minuten aufdreht wie früher die
Deutschen? Da will ich meinen Weg verfeinern und der Spitze anpassen.
Diese Spitze liegt momentan nicht in Deutschland.
+ 1 - 0 | § ¶Fit for Fun
Dass das DSF stets mit eher gemischten Gefühlen zu betrachten ist, habe
ich in der Vergangenheit schon einmal zum Ausdruck gemacht. Am Freitag
abend gab es mal wieder ein Highlight, wenig überraschend moderiert von
Frank Buschmann, einem der besten Sportreporter im Lande. In der
Sendung Viererkette hatten sie einen Sportwissenschaftler eingeladen,
der dann auch endlich mit diesen ganzen Halb-, Unwahrheiten und Mythen
aufräumte und, wie heißt es in boulevard-speak so schön, "Tacheles"
redete. Ich wünsche mir nur, dass sie den mal Sonntags zum DoPa
einladen und wenn Whisky-Udo wieder sein anti-intelektuelles
reaktionäres Geblubber ablässt, soll er einfach nur austehen und dem
Opa eine runterhauen. Das wäre cool.
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+ 1 - 0 | § ¶Voice of reason
Und während die pickligen Redakteure mit den Gelfrisuren bei BILD
weiter hetzen, denn dafür werden sie ja bezahlt (und für
Penislängencontests mit Diekmann), ist wenigstens auf die FAZ verlass:
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+ 1 - 0 | § ¶Follow-up
Ein kleiner Nachtrag noch: Am Geilsten ist aber, das ausgerechnet aus
Deutschland, dem Land, das was Trainingsmethodik bzw. die Umsetzung von
sportwissenschaftlichen Erkenntnissen in die tägliche Praxis im Fußball
drei Jahrzehnte zurück ist, nun auf einmal die besserwisserischen
Stimmen kommen. Allen voran natürlich Schnapsnase Udo Lattek, der
senile DSF-Greis, der tatsächlich meint, es wäre alles noch so wie vor
30 Jahren. Die ganze Diskussion klingt so, als ob sich ein Feudalherr
aus dem Mittelalter in die Steuerdebatte einmischen und erklären würde,
dass die Belastungen völlig falsch seien, man dürfe den Leibeigenen
nicht mehr als zwei Taler und zehn Kartoffeln pro Jahr abverlangen. Das
ist Deutschlands Niveau, egal ob Politik oder Fußball - dumm, unwillig
dazuzulernen, aber immer das Maul weit aufreißen und glauben, man sein
Weltspitze.
+ 1 - 0 | § ¶Strangeways, here we come
Die Zeiten werden immer sonderbarer, jetzt bin ich schon einer Meinung
mit MV. Wer hätte das gedacht? Der alte Schwaben-Schluckspecht besorgt
es der BLÖD-Zeitung so richtig und ist auch sonst ungewohnt scharf und
vor allem nahe an der Wahrheit. Vor allem in zwei Punkten hat er Recht:
Die BILD nutzt die Wohnort-Geschichte, um wie gewohnt billigsten
Populismus auf nationalistischer Basis zu betreiben. In ein paar Wochen
werden sie wahrscheinlich den Arier-Stammbaum von Klinsmann fordern
oder Bilder seines beschnittenen Penis veröffentliche (aber nur, wenn
der nicht länger ist als der von Diekmann). MV stellte dazu richtig
fest, dass die Spieler nicht besser werden, egal ob the Cheshire Cat in
California oder Hintertupfingen wohnt. Die Absicht ist ganz klar zu
erkennen: Die BILD sowie Buyern und Schlacke wollen einfach wieder wie
früher die Aufstellunge diktieren und mehr Druck auf die Katze ausüben
können. Also armselig wie immer. Stand firm!
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+ 1 - 0 | § ¶No more lovers, no more brothers, all I want is no more others!
Bezeichnend für die unendliche Dummheit in diesem Lande sind auch die
Reaktionen auf die Niederlage gegen unsere Mitbürger mit türkischem
Migrationshintergrund am Samstag abend. Die BILD hat ja bereits vor
einiger Zeit das Feuer auf Klinsmann eröffnet, weil er nicht, wie die
anderen Trainer vor ihm, Erfüllungsgehilfe von Deutschlands
großartigster Tageszeitung sein will. Im BILD-Haussender DSF durften
dann auch gleich zwei schmierige und selten widerliche Söldner des
Springer-Verlags ihren geistigen Dünnschiss absondern.
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+ 1 - 0 | § ¶Die Welt zu Gast bei Froinden
Da mag sich der Sekretärinnenbeglücker aus München noch so mühen - die
Deutschen werden nie weltoffen und gastfreundlich sein, sondern immer
verkrampft, hässlich und doof. Spätestens seit dem Aktuellen
Sportstudio gestern abend wissen das zumindest unsere Mitbürger mit
türkischem Migrationshintergrund wieder. Waren die "Fußball-Mafia-DFB"
Sprechchöre im Hintergrund zwar abgelutscht, aber akzeptabel, weil
wahr, so war es doch sehr nett von den Deutschen, dass die gleich
darauf minutenlang "Ausländer Raus" mitten in Istanbul skandierten und
die ZDF-Außenmikros das schön in jedes Wohnzimmer brachten. Das zeigt
wieder einmal, wie wichtig das öffentlich-rechtliche Fernsehen für die
Information und Aufklärung in unserem Land ist. Auf jeden Fall ist nun
endlich klar, dass Deutschland nicht nett, freundlich und weltoffen,
sondern immer noch Jogginghose-vollgepisst ist. Und das ist eigentlich
gut so, vielleicht bringen die Türken, Engländer und Co ihre starken
Jungs mit und dann gibt es wenigstens packende Kampfszenen in der
dritten Halbzeit. I'm still Morgenthau after all these years und raus.
+ 1 - 0 | § ¶Freude schöner Götterfunken!
Alexandra! Alexandra! Can you hear me? My heart
is crying out ot you ... . Alexandra Maria Lara, ich möchte dich
heiraten. Sofort. Unbedingt. I'm so lost without you. *schnief*
+ 1 - 0 | § ¶Suum cuique
Hertha 1, Werder 2. Oberlippenbartflaumträger in der U-Bahn 0, Ich 1.
Alles in allem also ein gelungener Samstag. Und endlich mal
Gerechtigkeit. Während die Berliner noch rumheulen, dass ihr
Schwalbenkönig dieses Mal keinen Elfer bekommen hat (obwohl das
durchaus vertretbar gewesen wäre), vergessen sie darüber aber völlig,
dass sie einfach zu schlecht waren. Wieso das?
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