+ 3 - 5 | § ¶At last:
Alles wird Google. So auch mein Weblog. Hier passiert nix mehr, alles Neue gibt es künftig unter http://christiankohl.blogspot.com/.+ 4 - 3 | § ¶Paid in Full
Das muss man einfach mal ganz zitieren:
Kommentar
Weiter so, Werder!
Von Peter Heß
Werder Bremen hat sich ehrenvoll aus der Champions League verabschiedet. Zwar wurde die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf bei der 0:2-Niederlage vom FC Barcelona zeitweise vorgeführt, aber solche Minuten muß man manchmal wie ein Naturereignis über sich ergehen lassen, ohne in übergroße Selbstzweifel zu stürzen. In seinen genialen Momenten ist Barcelona unschlagbar.
Vielleicht hätten es die Bremer ihren Widersachern etwas schwerer machen können, aber was soll's. Das letzte Gruppenspiel bewies: Was Bremen für die Bundesliga bedeutet, bedeutet Barcelona für Europa: spielerische Extraklasse. Um sie zu kompensieren bedarf es eines glücklichen Spielverlaufs, einer Konzentrationsschwäche oder Verletzungsmisere des Gegners. Das alles trat am Dienstag abend nicht ein, und so nahmen die erwarteten Ereignisse ihren Lauf. „Nicht viele Mannschaften werden gegen Werder erfolgreich sein“, hieß es in Barcelona nach dem Sieg. Trainer Frank Rijkaard machte Bremen dieses Kompliment.
Resultate und Fußballvergnügen
Setzt man den finanziellen Aufwand der beiden Klubs ins Verhältnis, dann kann Werder besonders stolz auf seine Mannschaft sein, dann erscheint ihr spielerischer Ertrag sogar höher als der Barcelonas. Die Katalanen sammeln Weltstars wie Ronaldinho, Deco, Eto'o, Saviola (beide fehlten verletzt), Zambrotta, Marquez, Giuly und andere, Werder stieß bei der Verpflichtung von Miroslav Klose vom 1. FC Kaiserslautern an seine Grenzen.
Was Trainer Schaaf aus der Mannschaft herausholt, welches Händchen Manager Allofs bei den Verpflichtungen hat, davon kann sich die deutsche Konkurrenz eine Scheibe abschneiden. Und als Bonus liefert Bremen seit Jahren nicht nur Resultate, sondern auch noch Fußballvergnügen. Thomas Schaaf hat bei Werder ein Arbeitsklima geschaffen, in dem sich gestandene Fußballprofis noch weiter entwickeln.
Ser Wille zum Lernen ist spürbar
Für Klose, Frings, Naldo, Fritz, Borowski gilt: So gut wie in dieser Saison waren sie noch nie. Mit Diego haben die Bremer einen Spielmacher gefunden, der schon jetzt mit seinen individuellen Fähigkeiten bei Barcelona mithalten könnte. Wenn der Brasilianer den Ball noch einen Tick früher wieder hergibt, kann er zum überragenden Strategen der Bundesliga werden und damit wie Klose zu groß für den deutschen Fußball.
Bei Werder ist der Wille zum Lernen spürbar, der vielen Klubs in der Bundesliga abhanden gekommen ist. Nicht Bayern München ist ihr Maßstab oder die Leistung, die genügt, gerade noch den Einzug in irgendeinen Europapokal zu ergattern. Werder will so gut sein wie die Besten und tut alles dafür. Wer diesen ehrgeizigen Weg eingeschlagen hat, darf zwischendurch ruhig einmal scheitern.
Text: F.A.Z. vom 7. Dezember 2006Bildmaterial: AFP
+ 3 - 3 | § ¶Werder - der Rest der Liga ist Wüste
So und nicht anders. Einen Hinrundenrückblick wage ich erst nächsten Sonntag abend, aber schon mal zur Champions League.
Niemand hat ernsthaft geglaubt, dass wir 10 Punkte holen, dass Barca am letzten Spieltag gegen uns Zittern muss, dass sie einen Ronaldinho in der Meisterschaft schonen müssen (und prompt nur unentschieden spielen). Eine großartige Serie also. Und trotz der riesigen Budgetunterschiede, trotz der Tatsache, dass Barca 30 Minuten Weltklasse gespielt hat und einfach einige der weltbesten Fußballer im Team hat (Marquez, Iniesta, Deco, Ronaldinho, ...), trotz alldem hätte wir gewinnen können. Und wer war Schuld? Ausnahmsweise unser Trainergott. Im Hinspiel hätte er um die 80. Minute wechseln müssen, als unsere Spieler offensichtlich platt waren und den Spaniern nicht mehr hinterher kamen. Und da einige auch schon Gelb hatten, konnte keiner ein Foul riskieren, als Messi sein Tor schoss. Und auch die Aufstellung im Rückspiel war unglücklich: Womé ist ja inzwischen bekannt für seine Schwächen im Stellungsspiel, das hat auch Barca erkannt und gnadenlos ausgenutzt. Da hätte Schaaf Schulz bringen müssen. Und Almeida war gegen Chelsae die richtige Wahl, gegen Barca wäre ein beweglicher, kombinationssicherer und laufstarker Hunt die bessere Alternative gewesen.
Was soll's, wir gewinnen den UEFA-Cup.
+ 4 - 3 | § ¶Absolution
Some bands work best in small clubs. Most bands work best in medium-sized clubs. But a relatively small number needs the big picture, Muse set a perfect example for that on saturday evening. Fantastique. Bombastic, great sound, great show, exaggerated vocals and guitars and pianos and lights and balloons and ... . A+++!+ 4 - 3 | § ¶Alexandra Maria - I'll save you!
Die äußerst bezaubernde Alexandra Maria Lara ist wieder Single, sagt mir Spiegel Online. Das ist super. Alexandra, ich habe immer auf dich gewartet. Bitte heirate mich. Ich bin auch übernächste Wochein Rumänien!
Love,
Christian
+ 4 - 3 | § ¶Thai: Sisaket
Exzellentes Thai-Restaurant: Sisaket, Mauerstr. 76. (Mitte, U Mohrenstr.)+ 3 - 2 | § ¶Does life seem worthwile to you?
Dies fragte schon vor vielen Jahren Mike Patton und auch heute ist diese Frage immer wieder aktuell.
Zum Beispiel beim HSV: Ich bin ja nun wirklich kein Fan, aber inzwischen habe ich Mitleid mit Dolly. Viel schöner ist dagegen, was in den Zentren des Bösen, in Gelsenkirchen und München, passiert. Der "Osterhase im Geisterhaus" (SZ) hat Sackschmerzen, Mirko Knollennase Ärger mit der Rostbratwurst. Leider haben die Schuldenkönige derzeit noch sportlichen Erfolg, aber das ändert sich hoffentlich auch noch. Ansonsten: Number 1! Mehr schreibe ich einfach gar nicht mehr. ![]()
+ 3 - 3 | § ¶"Ich war ein dicker, gedemütigter Golfball"
Diese Überschrift stammt aus der SZ und hat überhaupt nichts mit dem sehr, sehr schönen Tomte-Konzert am Montag abend im Postbahnhof zu tun. Oder vielleicht doch: Während Thees' Diashow sehr unterhaltsam war und Tomte selbst ohne Ende gerockt haben, so war doch die Vorband "Shy Nobleman" (o.s.ä.) bestenfalls grauenhaft. Ich habe es bedauert, Nichtraucher zu sein, ich hatte nicht mal ein Feuerzeug zum Werfen ... . Aber wäre eh nicht p.c. gewesen, weil die Jungs aus Israel sind. Furchtbar. Und es könnte sein, dass der Sänger sich manchmal auch wie ein gedemütigter Golfball fühlt und sich an der Welt rächen will, anders kann ich mir diese furchtbare Mischung aus Weezer und Queen für Arme nicht erklären.+ 3 - 2 | § ¶It's a wonderful, wonderful life!
Die Sonne scheint mir aus allen Körperöffnungen: Den UEFA-Cup so gut wie sicher und die widerlichen Bayern gedemütigt, was will man mehr? Eine Abwehr, die spätestens nach der Winterpause so gut sein wird, dass man sie uns wahrscheinlich wieder wegkauft. Ein Pärchen namens Diego und Frings, das alles wegrockt. Ein Hunt, der inzwischen Fußball spielt statt sich zu prügeln. Und: Immer noch die mit Abstand beste Offensive der Liga, obwohl K und K gar nicht mehr stattfinden. Wer hätte das gedacht? Klose trifft nicht, Klasnic spielt nicht, Borowski verletzt - und trotzdem Tabellenführer.
Und ich gebe gerne zu: Die Niederlage von Schlacke in Köln hat mich fast noch fröhlicher gestimmt als unser Sieg gegen Bayern.
+ 4 - 2 | § ¶Den Schuss nicht gehört
... hat Edda Moser. Jetzt fragen sich sicher viele: Who thefuck is Edda Moser? Dank der FAZ weiß ich es: irgendeine Operntrulla, die sich für wichtig hält. Sie hält sich sogar für so wichtig, dass sie Interviews gibt, in denen sie in wenigen Sätzen unglaublich viel Müll von sich gibt. Sound like a candidate for Merkels Kabinett to me. Anyway, sie hat sich die Rettung der doitschen Sprache auf die Fahnen geschrieben: "Unsere Sprache verendet wie ein krankes Tier" lautet die Headline. Warum auch nicht, schließlich ist die doitsche Sprache ja auch widerlich und unbeholfen und das Land selbst ist seit längerem nur noch ein verrottender Kadaver (vgl. Gesundheitsreform). Aber ein Highlight will ich nicht vorenthalten:
FAZ: Aber es ist doch gerade das Wesen von Sprache, daß sie nicht sakrosankt ist, daß sie lebt und sich verändert.
Edda: Sprache darf sich aber nicht in die falsche Richtung entwickeln.
Oh, wie ist das schön! Genau, die Richtung muss stimmen. Es sind genau so Leute wie die Moser-Edda, die das Problem sind. Mädel, ab nach Neukölln, da lernst du richtig deutsch. Und ich schicke dir morgen eine K.I.Z.-CD als Präsent zu. Stop whingeing if you can't get laid.