There and back again - Anreise und weitere Facts
Wir sind von FRA nach Vilnius (VNO) geflogen - der billigste Flug war ein Gabelflug mit Czech Air, um die 300
Oiro, mit zwei Stunden Aufenthalt in Prag. Der Flug an sich war durchaus ok, ein paar Dinge hätte man seinen Kunden aber ruhig vorher
mitteilen dürfen. Erstens, daß es ein Code-Share Flug mit Lufthansa ist und deshalb am Terminal 1
in Frankfurt eingecheckt wird. Zweitens, daß bei der tollen doitschen Lufthansa noch mehr
Sicherheits-Pinocchio betrieben wird wie bei den anderen Spacken und deshalb das Gepäck
vor dem Check-In durchleuchtet werden muß. Naja, Schlange stehen ist ja auch toll.
Drittens, daß da drüben eine andere Zeit gilt. Hallo, jemand zu Hause? Wie peinlich ist das denn?
Der Flug an sich war ok, Lufthansa halt, es sind ja auch nur ein paar Minuten bis Prag. Glücklicherweise
konnte man das Gepäck direkt bin Vilnius durchbuchen und die Boardkarte für den zweiten Teil des Flugs
gab es auch schon, so daß wir uns in Prag voll und ganz dem tollen Flughafen widmen konnten. *hust*
Naja, dazu unten mehr. Es gibt billigere Möglichkeiten nach Litauen zu kommen: von Hamburg aus bietet
Air Lithuania Direktflüge nach Palanga an und von Kiel aus gibt es eine Fähre nach Klaipeda. Aber wir
haben's ja.
Geld-technisch gilt das, was immer gilt: nie in D-Land tauschen, sondern mit der EC-Karte (Maestro-Logo)
direkt am Flughafen Kohle aus der ATM ziehen. Da kriegt man nämlich einen besseren Kurs als bei den
Bank-Abzockern und außerdem hilft häufiges Benutzen der Maschinen vielleicht mit, daß mehr von
diesen schmierigen Bankschmarotzern arbeitslos werden. Dann trifft es wenigstens die richtigen. In
Litauen gibt es jede Menge Geldautomaten und fast alle akzeptieren VISA und Maestro-Karten. Und auch
hier gilt natürlich wie immer: am Automaten immer mit der EC-Karte ziehen, niemals mit VISA, ist viel
zu teuer. So ziemlich jedes Geschäft, auch die kleinste Pommes-Bude (die es nicht gibt), akzeptiert
VISA, egal für welchen Betrag gekauft wird. Da könnte unsere tolle doitsche Wirtschaft mal noch üben
gehen, denn die Akzeptanz von Kreditkarten ist hierzulande, wie so viele andere Dinge, einfach nur
peinlich gering.
Eine besondere Würdigung in Form einiger Zeilen verdient sich auch das Taxiwesen in Litauen.
Gegeben sei der Normalpreis Pn , den man für eine Fahrt F von A nach B über die Wegstrecke s bezahlt,
wenn man in ein wartends Taxi einsteigt (immer drauf achten, daß Taxameter läuft). Ferner sei gegeben
der Preis Pr, den man für F(s,A,B) bezahlt, wenn man das Taxi telefonisch ruft. Der naive Laie
würde jetzt wahrscheinlich vermuten, daß stets gilt: Pn<Pr - dies ist jedoch
völlig falsch. In Wirklichkeit gilt nämlich: Pn ≅ 3 * Pr. Für diejenigen, die nicht
so tolle Rechner sind: ein wartendes Taxi ist ca 3 mal so teuer wie ein telefonisch bestelltes: Zum Beispiel
kostet ein Taxi vom Viesbutis Uzupio zum Airport kostet gerufen 10LTL, wartend 28LTL. Das
verstehe wer will, ich jedenfalls nicht.
Was die Unterkünfte angeht - bis auf Pussynass (s.u.) waren die eigentlich alle ok. Natürlich hat jeder andere
Ansprüche, aber selbst die teuren Hotels sind wesentlich billiger als hierzulande. Uns reichte
eigentlich ein sauberes Bett und Bad und das gibt es für sehr wenig Geld. Wenn man mal die ganz billigen
Schuppen außen vor läßt, die dann doch eher für die wirklichen Hardcore-Backpackers sind, kommt man
trotzdem mit ca 60-100LTL für ein Doppelzimmer locker hin. Wenn man länger sucht, vielleicht auch noch
billiger, in der Nebensaison sowieso. Apropos Saison, Hauptgedöns ist von Juli-August, da sollte man u.U.
vorbuchen, wenn man nicht vor Ort rumsuchen will. Alle unsere Unterkünfte hatte ich über das Internet
gebucht und das hat auch alles reibungslos geklappt. In Deutschland würde das zum Einen bei der Hälfte der
Hotels nicht möglich sein und bei der anderen Hälfte gäbe es Probleme ohne Ende. Wetten dass ... .
Wo ich dann schonmal bei Internet bin ... ich habe auf dem Trip überall ohne Probleme ein billiges
Internet-Cafe gefunden ... auch hier können viele doitsche Städte mal noch lange üben gehen. Und wo
ich mich grade aufrege: An dieser Stelle möchte ich außerdem äußern, daß der Reiseführer Litauen vom
Know-How Verlag absoluter Müll ist. Gäbe es noch Bücherverbrennungen, wäre er und der Sprachführer aus
demselben Haus die ersten beiden, die auf dem Scheiterhaufen landen würden. Die für Vilnius und Kaunas
erhältlichen In your Pocket-Guides sind auch nur wegen der Karten empfehlenswert, den Rest kann man
sich sonstwohin stecken.
Last but not least das Lieblingsthema aller Erdenmenschen seit einiger Zeit: Sicherheit. Egal wo man als
Doitscher hinreist, immer gibt es von einigen Personen Warnungen, man würde dort überfallen werden,
da ist alles Mafia-controlled und dergleichen mehr. Dabei vergessen diese Leute sehr leicht, daß es
in Frankfurt, Köln, Berlin und anderen deutsche Gegenden auch ganz schön herb zugehen kann ... . Litauen
ist jedenfalls safe, as safe as it gets jedenfalls. Klar, die Taxifahrer warnen dich, abends zu Fuß
nach Hause zu gehen und geben den guten Rat, doch lieber ein Taxi (sic!) zu nehmen. Hierbei bedarf es
jedoch keiner Verschörungstheorien, um zu erkennen, welche Intention dahinter steckt. Generell gilt
eigentlich mein Appell: Steckt euch doch alle eure Hosenscheisserei, euren Sicherheits-, Kontroll-,
Polizei- und Kamerawahn in euren Hasenärsche, bleibt zu Hause in eurem Spießerviertel und spielt
Bürgerwehr.
Flughafen Prag
Aaaargh! Zwei Stunden Aufenthalt auf dem wohl langweiligsten Flughafen der Welt. Grausam. Da hat der tolle Kapitalismus wohl noch nicht so ganz das Glitzerparadies gebracht, Mr. Havel? Das einzig tolle war, daß es einen Souvenir-Shop mit einem Riesen-Maulwurf gab ... und deshalb gibt es auch ein Photo von mir und dem legendären tschechischen Maulwurf. Something to write home about, eh?
Vilnius
Vilnius begann mit dem Flughafen, der schon ein Erlebnis für sich ist. Wäre ich 20 Jahre älter, würde
ich das Wort 'pittoresque' benutzen, um die arrival hall zu beschreiben. Wäre ich 15 Jahre jünger
oder weiblich könnte ich das Wort niedlich verwenden. So muß ich mich auf Vokabeln wie überschaubar
(und das ist ausnahmsweise nicht euphemistisch gemeint) und interessant beschränken. Die departure
area sieht da schon anders aus, nämlich wie jeder andere Flughafen auch, insofern war das Ankommen
wirklich besser als das Abreisen. Zur Abreise am Ende noch mehr.
Vilnius selbst ist eine sehr schöne Stadt mit viel Charme, der sich vor allem aus der interessanten
Mischung aus verschiedenen Architekturstilen, kleinen Gäßchen, großen Kommerzmeilen, belebten Plätzen
und klassischen Betonwüsten ergibt. Die Altstadt ist wirklich nett und lecker Essen gibt es auch
fast überall.
Abgestiegen waren wir im "Viesbutis Uzupio", einem billigen, aber sauberen Ho(s)tel, das zudem auch günstig
gelegen ist: 5 min Fußmarsch bis zur "Res Publika Uzupio", 10 min bis zur Innenstadt/Altstadt.
Da kann man nicht meckern, auch nicht als Doitscher. Lustig war das Zimmer: in den Raum hinein war nämlich
eine Art Verschlag/Wandschrank aus Preßspanplatten gebaut, in dem sich das Bad befand. Das war alles
sehr neu und sehr sauber, es bleibt jedoch abzuwarten wie das Holz nach ein paar Monaten Feuchtigkeit
aussieht, vor allem weil auch keine wirkliche Lüftung existiert. Ist aber nicht mein Problem, vielleicht
wollen die nächstes Jahr in den Handel mit Antibiotika einstiegen. Sehr interessant auch die Preispolitik:
zahlten wir für die Übernachtung im August (Hochsaison) 100LTL inkl. Frühstück, so
wollte die Russenmama von der Rezeption im September (Nebensaison) auf einmal 20LTL extra für's
Frühstück. Da dieses aber eh nicht so spektakulär war haben wir das Restgeld lieber in einem Cafe
verballert. Man sollte generell immer auf seinen Buchungsbestätigungen beharren, wenn die Kinder
versuchen, den Preis zu erhöhen. Auch die Taxi-Preise haben eine Tendenz, für Deutsche plötzlich
doppelt so hoch zu sein.
Daß die Litauer leicht verrückt sind, zeigt sich nicht nur an der lustigen Sprache mit den
vielen Akzenten über, neben und unter den Buchstaben, sondern auch an oben bereits erwähnter
"Res Publika Uzupio". Es ist mir übrigens zu anstrengend, die ganzen Codes für die
Sonderzeichen rauszusuchen, deshalb erscheinen alle litauischen Namen hier eben ohne,
so furchtbar wichtig sind sie nämlich nicht und ich bin ja eh ein ignoranter Arsch. Zurück zur
Republik Uzupio: um das Gebiet herum fließt Wasser, deshalb ist es quasi eine Insel, auch wenn
das Wasser an vielen Stellen bequem übersprungen werden kann. Jedenfalls gibt es nur 5 Brücken und da leben viele Künstler
und die sind alle total easy locker drauf und intelektuell usw. und haben einen Freundschaftsvertrag mit
Montmartre und ... ohh, ist mir langweilig, die Blumen wachsen gleich aus dem Arsch.
Das könnt ihr ja alles in irgendwelchen beschissenen Reiseführern
nachlesen. Hab keinen Bock auf linksliberales Lobgehudel. Ist ganz nett zum durchlaufen. In der
"Uzupio Kavine" kann man auch gut essen und trinken, wenn das Ding sich denn mal
an die Öffnungszeiten hält.
Jetzt kommt eine dieser Stellen im Text, wo sich mancher vielleicht wünscht, sie wäre in einem
Extra-Kapitel unter "Allgemeine Tips" oder ähnlichem Unsinn gelandet. Read or die, heißt es hier
dagegen. Ratschlag Nummer eins ist, niemals mit einer frisch verliebten Frau in Urlaub zu fahren,
denn diese benimmt sich wie ein Teenager in grausamen amerikanischen HighSchool-Filmen und schwebt
auf rosa Wölkchen durch's Land. Und dann dieser SMS-Klingelton, wenn der Liebste sich meldet - einfach
süß. Um die durch die Emotionen noch stärker auftretenden Schwankungen des weiblichen Hormonhaushaltes
auszugleichen, mußte natürlich so ziemlich jedes Geschäft mit einem Besuch beehrt werden. Zum Glück
beherrscht der Autor dieser Zeilen die lebensrettende Fähigkeit des "switch-to-robot-mode" und konnte
diese schwierige Zeit ohne Folgeschäden meistern. Es war aber putzig, schade nur, daß ich keine Kamera
dabei hatte, da hätte man eine tolle Sendung draus machen können. Genug der Lästerei, traurig genug,
daß es immer noch Menschen gibt, die Gefühle zeigen - dies ist nicht nur unsere Aufgabe als doitsche
Staatsbürger. Wir sollen lediglich funktionieren, damit sich ein paar Leute den neuen Maybach leisten
können. I'm digressing, back to Lithuania and its people. Many people are perhaps wondering how did
we communicate over there? Schließlich hat uns die Propaganda seit Ende des zweiten Weltkriegs die
Unterlegenheit der kommunistischen Rasse eingebleut und als normaler Westbürger geht man sicherlich
davon aus, daß "die" alle russisch sprechen. Nun, die Russen sprechen russisch und die
meisten Litauer auch - wenn auch viele jüngere inzwischen Englisch statt Russisch lernen. Die unter
25-jährigen sprechen meist Englisch, auf der kurischen Nehrung sprechen einige Deutsch und alle
sprechen Litauisch. Die Sprache ist gar nicht so schwer, wie es zuerst den Anfang hat - die einfachen
Dinge wie "Danke", "Bitte", "Wo ist das Klo" und
"Was fandet ihr besser - deutsche oder russische Besatzung?" hat man schnell drin. Im Gegensatz
zu Franzosen und Doitschen sind die Litauer auch für kleine Zeichen des guten Willens dankbar und
honorieren es, wenn man sich an ihrer Sprache versucht. Dann können sie auch meistens ein paar Brocken
Englisch. *g* Daß meine Begleiterin, die ich hier einfach mal Daphne nennen will, Russisch konnte, war
natürlich auch sehr hilfreich, auch wenn es nicht sehr taktvoll von ihr war, immer genau die Leute
auf russisch anzusprechen, deren Verwandte im Gulag endeten. Aber so sind sie halt, die Schlangen.
In Litauen ist es übrigens gesetzlich verboten zu Lächeln und zu Grüßen, dafür ist anrempeln und vor
allem das Überfahren von Fußgängern ein Nationalsport.
Ein echtes Highlight gab es dann noch zum Schluß, bei der Abreise. Wir waren früh am Airport und hatten jede Menge Zeit ... genügend Zeit jedenfalls um zu erkennen, daß das Reisebüro bei der Ticketausstellung die Zeitverschiebung verpeilt hatte. Peinlich, aber wahr. Naja, da ich meinen zum Abholer degradierten Mitbewohner nicht unbedingt eine Stunde umsonst am Flughafen warten lassen wollte, beschloss ich, ihn anzurufen und ihm zu sagen, daß wir eine Stunde später landen. So nett bin ich nunmal. Sehr schnell stellte ich fest, daß es nur Kartentelefone im Flughafen gab. Mein Weg führte mich also zunächst zum Info-Schalter, die verwiesen mich an das Post-Office im Flughafen. Und die beiden Damen dort erzählten mir dann allen Ernstes, man könne vom Vilnius International Airport aus keine internationalen Telefongespräche führen. Trotz mehrmaliger Nachfrage beharrten sie darauf, daß die Telefonkarten, die sie zum Verkauf anboten, nicht zum Führen von Auslandsgesprächen geeignet seien. Hmmm. Als guter, ehrlicher und wirklich stolzer Deutscher führte der nächste Weg ins Lufthansa-Büro, zu zwei bezaubernden Damen. Die schauten mich auch erstmal ungläubig an und einer der beiden Engel erhob sich alsdann, um mit mir die Sache bei der Post zu klären. Es ist immer wieder faszinierend, wie schnell die Schlangen mit diesen Pfennigabsätzen laufen können ... . Wieder in der Post gab es erstmal einen Anschiss auf litauisch vom Engel an den Post-Teufel. Dieser verkaufte mit daraufhin eine Karte im Wert von 50LTL für 10LTL - ob das die Wiedergutmachung war? Keine Ahnung, jedenfall funktionierte das Telefonieren prima, ich konnte meinem Schatz auf die Mailbox labern und hatte auch nur 7LTL oder so dafür verhupt. Die Karte habe ich dann bei den beiden Schätzchen im Lufthansa-Büro deponiert - für bedürftige Reisende. Falls man also eine Telefonkarte benötigen sollte, ins Büro der Lufthansa laufen und dort nachfragen.
Kaunas
Das Reisen innerhalb von Litauen erledigt man am besten mit dem Bus - das ist schnell und preiswert.
Man sollte zusehen, daß man für die Strecken zwischen den Städten jeweils einen Express-Bus (ekspresas)
bucht, die sind wesentlich schneller als die normalen Busse. Die Strecke Vilnius-Kaunas kostet per
Express-Bus gerade mal 11.50LTL und die Fahrt dauert ca 1h20m. Der Busbahnhof in Vilnius befindet sich
direkt am Bahnhof (stotis), der in Kaunas liegt ca 10min Fußmarsch vom Zentrum entfernt. Wir waren im
Hotel Metropolis abgestiegen, das liegt right in the Fußgängerzone,das Personal ist nett,
spricht englisch und die Zimmer sind ok, Top Preis/Leistungs-Verhältnis. Das Frühstück wird in einem
anderen Hotel (Tarije Neris oder so, ca 3min Fußmarsch) serviert und das hat richtig gerockt: fetter Saal, mit
tausenden Kronleuchtern, Sesseln, Couches, gutem Büffet und einem Pianisten. So lob ich mir das.
Daphne, meine Begleiterin, schafft es erst am dritten Tag ihre Frisur in den Griff zu kriegen. Erfreute
sie in Vilnius die dortigen Passanten mit einigen gewagten Locken, so schaffte sie es in Kaunas schließlich,
original authentisch typisch litauisches Haarwachs (das garantiert von der litauischen Hausfrau benutzt
wird) zu erwerben und auf diese Weise wieder nett und adrett auszusehen. Die dadurch freigewordene
Energie nutzte sie, mich in einen Kinofilm zu nötigen ... . Ich bin eigentlich Cineast, aber das war
dann doch zu hart für mich - "What a girl wants" hieß das Machwerk und es war noch grausamer,
als der Titel vermuten läßt.
Deshalb muß ich schnell wieder zu angenehmeren Dingen zurückkehren. Essen zum Beispiel. Die Gastronomie
in Kaunas kann man nur als sehr gut bezeichnen. Empfehlenswert das Restaurant "Metropolis", welches
überraschenderweise neben dem gleichnamigen Hotel liegt. Die haben neben einer recht großen Auswahl
leckerer Gerichte und frischgepresster Säfte mein Herz vor allem mit selbstgemachter Icecream erobert.
Sowas finde ich einfach unglaublich sexy. Neben der Gastronomie ist Kaunas aber teilweise auch eine
recht schöne Stadt, die Fußgängerzone wirkte irgendwie parisisch auf mich und es gibt ein cooles Museum.
Das ist eine Seltenheit, sind Museen doch meistens todlangweilig, aber in Litauen wird dem Teufel
gehuldigt und das Teufelsmuseum von Kaunas ist Pflicht für alle Satanisten. Ich konnte dort zwar keine
Messe feiern, da ich grade keine Kinder zum Opfern dabei hatte, aber auch so waren einige der dort
ausgestellten Gegenstände und Gemälde mit Teufelsmotivik sehenswert.
Klaipeda
Kurische Nehrung (Juodkrante und Nida)
Juodkrante ist ein kleines Kaff mit ein paar hundert Einwohnern und liegt etwa in der Mitte der
Nehrung. Sehr verschlafen, aber süß und ruhig. Eindringlich abraten möchte ich vom Hotel Pusynas, das ist extremely siffig und absolut nicht
lecker. Deshalb haben wir uns kurzerhand ins Hotel Azuolynas einquartiert - eigentlich gar nicht unsere
Preisklasse, aber die off-season Preise sind ein Witz für doitsche Verhältnisse, es ist modern, sauber
und hat all mod cons, für die, die's brauchen. Das Frühstück war nix besonderes und irgendwie etwas
lieblos. Naja, das mit dem Service müssen wir eben noch üben. Ansonsten ist in Juodkrante nicht viel
gebacken, der Strand ist geil, aber es hat natürlich geregnet. Gastronomie-technisch sieht es auch eher
dürftig aus ... die Dinger im Ort sind eher Durchschnitt bis Tabellenkeller. Einzig das Restaurant im
Hotel Flora (Kalno g. 5, zu erkennen an Carlsberg-Werbung) sah gut aus, auch von der Karte her ... war
aber an dem Abend unseres Besuches schon komplett von einer Reisegruppe ausgebucht.
Wir haben dann auch noch einen Trip nach Nida gemacht und ich kann nur sagen: es lohnt sich nicht. Das
ist Tourismus pur, voller alter Leute, vor allem Deutsche. Sehr teuer auch, im Vergleich zu Rest-Litauen.
Nicht zu empfehlen sind die Restaurants/Cafes Pastoge und Pasiure - das Essen hier war nicht so frisch
und gut wie sonst eigentlich überall anders, die Portionen waren kleinen, dafür aber teurer und irgendwie
fühlte man sich doch sehr massenabgefertigt.
Palanga
Three feet high and rising - Adressen and stuff
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